anvertrauen

Mich dem Leben anvertrauen

Wie geht das eigentlich? Ich fühle in mir die Gleichzeitigkeiten meines Lebens und der Welt. Ich übe mich darin, sie zu halten. Das Vertrauen in das Leben ist noch mehr als das, spüre ich. Es ist eine Hingabe, ein Hineinfallen ohne Furcht und Ambitionen. Ich habe noch kein Bild davon, was dann ist, wie ich dann bin und was ich dann tue. Ja, ohne Tun – oder doch mit Handeln?

Mich dem Leben anvertrauen

Dem Leben. Meinem Leben? Dem größeren Ganzen? Dem Leben an sich?
Das Leben ist ein Geschenk. Der Atem. Der Herzschlag. Der Boden unter meinen Füßen. Der Himmel über mir. Ein (häufig sogar) gutes Essen. Ein warmes Zimmer.
Menschen, mit denen ich verbunden bin.
Musik, Tanz und Liebe.

Mich dem Leben anvertrauen

Anvertrauen. Mein Vertrauen an etwas an-legen. Anschmiegen. Mich an das Leben anlehnen.
Gehalten sein von der Unendlichkeit. Den Anker in die Luft werfen. Andocken an die Ungewissheit.
Mich überlassen. Mich abgeben. Mich anbefehlen. Mich anheimgeben.
Mit zitternden Knien. Mit Mut.
Durchatmen. Ruhig werden.

Mich dem Leben anvertrauen

Was vertraue ich dem Leben an? Mich. Mein Sein. Ohne Maske. Ehrliche Worte. Unverblümte Direktheit. Durchsichtig sein. Offenbar werden. Die Freiheit ich selbst zu sein. Die Bürde ich selbst zu sein.
Nichts anderes als ich selbst sein.

Mich dem Leben anvertrauen

Und dann? Der Weg bleibt offen. Ungewiss. Vielfältig. Von Augenblick zu Augenblick.
Nicht ziellos. Nicht wahllos.
Die Richtung?
Dazwischen. Mittendrin. Jenseits davon.

Mich
dem
Leben
anvertrauen


Entdecke mehr von Der Raum in mir

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar