Eine Übung aus dem Erleben im Social Presencing Theater, eine Methode aus der Theorie U, die das Spüren des gegenwärtigen Momentes gemeinsam mit der Gruppe probiert.
Der „Stuck“ – hier geht es nicht weiter, es ist wie ein Stopp, ein Verharren, ein Festgefahrensein in meinem Leben – da stockt etwas. Ich wähle einen Bereich meines Lebens, in dem ich gerade so ein Stocken erlebe. Das Thema muss nicht öffentlich gemacht werden. Den ersten Schritt der Übung erprobe ich allein. Wir sind – wie bei allen Übungen – eingeladen, den Körper in das Bewusstsein zu nehmen und die Wahrnehmung auf den Körper zu richten. Von dort entsteht eine Position, wie sich der „Stuck“ im Körper gerade zeigt. Ich gehe in einen Focusing-Prozess: Wie fühlt sich das von mir ausgewählte Thema gerade an? Wir sind in der Übung eingeladen, den „Stuck“ in eine Körperskulptur zu bringen. Ich beginne von der Körperstelle aus, mich ein wenig zu bewegen, um zu proben, wie genau sich das Festgefahrene ausdrücken lässt. Ich überlasse das „Genauern“ dem Körper, das heißt ich probiere so lange Positionen, Gesten, Körperhaltungen, bis sich das „in mir“ richtig ausgedrückt/symbolisiert fühlt. Dabei zeigt der Körper die Position, ich finde sie und spüre nach: Ah, so ist es, in diesem Festgeklebten zu sein.
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